Peneder Bogendach beeindruckt auf ganzer Linie

15.11.2022zur Übersicht

Architekt Axel Bedner zeigt sich vom Peneder Bogendach fasziniert und berichtet im Interview, warum er ein Fan davon geworden ist und es mittlerweile einen fixen Platz in seinem Standardrepertoire hat.

1. Welche Rolle spielt der Bogen in der modernen Architektur?

Der Bogen ist aus unserer Sicht in der Architektursprache nach wie vor sehr wichtig. Ein Bogen ist ein Ausdruck, eine Verbindung im baulichen aber auch reprĂ€sentativen – mitunter sogar im spirituellen â€“  Sinne. Im Bereich der Industriearchitektur fungiert er als hochbelastbares statisches System. Insbesondere bei Bauten, die auf der einen Seite eine gewisse ReprĂ€sentanz bieten und auf der anderen Seite filigran, stabil und funktional sein sollen, ist der Bogen ein architektonisches Element, das wir immer wieder gerne einsetzen.

2. Welche Besonderheiten sehen Sie beim Peneder Bogendach?

Das Peneder Bogendach hat eine ausgeprĂ€gte optische Wirkung und bietet grosse Spannweiten bei extrem wenig lastabtragenden Bauteilen. Ohne StĂŒtzen ermöglicht es eine Grundrissfreiheit, die mit keinem anderen uns bekannten Dach erreicht werden kann. Die selbsttragende Eigenschaft des Peneder Bogendachs bietet mir als Architekt eine signifikante Entwurfsfreiheit fĂŒr Grundrisse und ist insoweit zudem fĂŒr den Kunden ein leicht verstĂ€ndliches Argument. Wenn ich eine grosse Halle oder einen entsprechend grossen Raum stĂŒtzenfrei damit ĂŒberdecken kann, dann ist das schon sensationell.

3. Welche Erfahrung haben Sie mit dem Peneder Bogendach gemacht?

FĂŒr uns war es beim Bauhof der Gemeinde Mutterstadt das erste Mal, dass wir ein Projekt mit einem Bogendach in der ausgefĂŒhrten Form realisiert haben. Dies war jedoch der Startpunkt fĂŒr zwischenzeitlich mehrfache Anwendungen. Wir haben aktuell drei EntwĂŒrfe, bei denen wir das Peneder Bogendach schon ins Spiel gebracht haben. Wenn möglich, ist es bei uns immer wieder im Portfolio dabei, was auf den sehr guten Erfahrungen basiert, die wir beim Bauhof-Projekt gemacht haben.

4. Wie empfinden Sie die Ästhetik des Peneder Bogendachs?

Obschon ich persönlich den Bogen sehr mag, können oder dĂŒrfen wir ihn kurioserweise gar nicht so oft einsetzen, wie ich das gerne tĂ€te. Gerade ein Bogendach hat fĂŒr mich eine ĂŒbergeordnete Funktion. Ich fĂŒhle mich unter einem solchen sehr wohl. Zweckgebunden und optisch ansprechend, ĂŒberzeugt das Peneder Bogendach zum GlĂŒck auch die Kunden wie die Gemeinde Mutterstadt oder aktuell einen PfĂ€lzer Winzer bei dem wir derzeit einen Weinkeller samt Distributionshalle mit Bogendach planen. AnfĂ€nglich etwas skeptisch aufgenommen, war das Bogendach nach der PrĂ€sentation der 3D-EntwĂŒrfe fĂŒr den Kunden nicht mehr wegzudenken. In diesem Fall ist die Anlehnung an den historischen Sakralbau, Wein als Solches als wesentlicher Bestandteil des Abendmahls und dessen historische Verbindung als eines der Ă€ltesten alkoholischen GetrĂ€nke der Welt – Noah als der erste Winzer – entwurfsprĂ€gend. Die Wahl des Bogendachs war insoweit auch fĂŒr den Winzer konsequent und er war spontan begeistert.

5. Welche Wertigkeit hat das Peneder Bogendach fĂŒr Sie?

Schon bei erster Sichtung des Materials im Rahmen der Anlieferung hatte ich von der Haptik und Wertigkeit her sofort den Eindruck, dass wir nicht mehr ĂŒber einen etwaigen Preisaufschlag diskutieren mĂŒssen. Es ist wirklich ein attraktives und hochwertiges Dach. Die Einsatzmöglichkeiten sehe ich als nahezu unbegrenzt und aus meiner Sicht selbst im Wohnungsbau problemlos einsetzbar. Rein optisch ist es ein sauberes Dach. Es hat extreme Vorteile durch die stabil gewölbte Form.

Material und Beschichtung sind derart hochwertig, dass selbst beim an und fĂŒr sich nicht vorgesehenen Betreten der Dachhaut diese keinen Schaden genommen hat. So musste im Rahmen der Bauarbeiten in Mutterstadt die Dachhaut leider von den Verputzern betreten werden – also ein absoluter HĂ€rtetest fĂŒr das Material.

6. Wo könnten Sie sich vorstellen das Peneder Bogendach erneut einzusetzen?

Was die Anwendung betrifft, bin ich sehr flexibel. Wir machen als Architekt fĂŒr Objektplanung natĂŒrlich relativ wenig bei Aussenanlagen. Wenn wir aber eine entsprechende Überdachung andenken, gerade im Bereich, wo es um GrossdĂ€cher geht, dann ist das Peneder Bogendach fĂŒr uns eine Option. Überall dort, wo ich hohe Spannweiten habe. Da ist das Peneder Bogendach besonders vorteilhaft und empfehlenswert, weil es eine gute Form hat, nicht so hoch spannt, sondern eher flach gedrĂŒckt wirkt. Bei einem Busbahnhof zum Beispiel, wo eine Überdachung von 10, 20 Metern benötigt wird, eignet es sich ideal.

7. Gab es beim Bauhof-Projekt eine Herausforderung zu bewÀltigen

Eine riesige Herausforderung bei der AusfĂŒhrung des Bogendachs war die Arbeit unter den 110 kV Hochspannungsleitungen. Nichtsdestotrotz hat einfach alles gepasst – von der Leistung bis hin zum Ton auf der Baustelle. Hier geht ein grosses Lob an die Monteure vor Ort, wie die mit den verantwortlichen Personen von den Pfalzwerken umgegangen sind - das war grossartig. Die Montage war eine absolute Höchstleistung, die es auch zu werten gilt. Der Bauherr, die Gemeinde Mutterstadt, die mittlerweile das dritte Peneder Bogendach realisiert hat, war ebenfalls schwer beeindruckt, wie geschlossen die Mannschaft von Peneder aufgetreten ist. FĂŒr mich war es eine extrem angenehme Erfahrung auf der Baustelle, weil es einfach gepasst hat. Es war sensationell, was die Kollegen gemacht haben. Ich hatte den Eindruck, wir erleben gerade etwas Besonderes und es war auch so.

8. Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit unserem Team erlebt?

FĂŒr mich war es ein angenehmes und einprĂ€gsames Zusammenarbeiten, das sich in meine Liste der besonderen Baustellen aus ĂŒber 20 Jahren ObjektĂŒberwachung eingereiht hat. Wir haben eine extrem positive Erfahrung gemacht und zwar sowohl im kaufmĂ€nnischen als auch im technischen Support. Wir waren sehr gut beraten und das, was der Herr Vormayr mit seinem Team geleistet hat, wurde nur noch vom Montagetrupp getoppt, der das Ganze sensationell realisiert hat. Dieser war erstklassig, hervorragend. Er hat das gesamte Projekt zu einem deutlich gelungeneren Abschluss gebracht, als ich es von anderen DĂ€chern gewöhnt bin. Das Peneder Bogendach wĂ€re darum auch meine erste Wahl, wenn ich sie bei den DĂ€chern immer hĂ€tte. Ich wĂŒrde die Zusammenarbeit mit der ganzen Mannschafft gleich wiederholen.

Eckdaten zum Projekt Bauhof Mutterstad

  • Neubau eines Bauhofs fĂŒr die Gemeinde Mutterstadt
  • Bogendach fĂŒr Fahrzeughalle (760 mÂČ), WerkstĂ€tten (420 mÂČ) und SozialrĂ€ume (270 mÂČ)
  • Montagezeitraum: Sommer 2020
  • Auftraggeber: Bauamt Grossgemeinde Mutterstadt
  • 3. Projekt mit Peneder Bogendach (1. Feuerwehr, 2. Turnsaal, 3. Bauhof)
  • Besonderheit: Bogendach wird zum Markenzeichen der kommunalen Bauten in Mutterstadt
  • Architektur: BEDNER Architekten