Instandsetzungshalle SBB Olten
Präzise Brandschutzlösungen für eine hochspezialisierte Instandsetzungshalle
Mit der neuen Instandsetzungshalle in Olten haben die Schweizerischen Bundesbahnen ihre Kapazitäten für die Bearbeitung und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen deutlich erweitert. Auf rund 6.500 Quadratmetern entstand eine moderne Arbeitsumgebung für unterschiedliche Tätigkeiten – vom Schleifen und Schweissen über Klebe- und Lackierarbeiten bis hin zum Sandstrahlen.
Die unterschiedlichen Nutzungsbereiche stellten hohe Anforderungen an den baulichen Brandschutz. Peneder begleitete das Projekt in diesem Bereich von der Planung bis zur Montage. Über einen Zeitraum von rund einem halben Jahr wurden die Brandschutzlösungen in sechs Etappen umgesetzt und sorgfältig auf die jeweiligen baulichen Gegebenheiten abgestimmt.
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PENEDER HIGHLINEflat
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PENEDERclassic
Unterschiedliche Anforderungen unter einem Dach
Je nach Einsatzbereich mussten unterschiedliche Schutzanforderungen erfüllt werden. Zum Einsatz kamen unter anderem Stahltüren der Klasse EI₂30-C5, teilweise kombiniert mit erhöhtem Einbruchschutz der Widerstandsklasse RC2 und Schallschutz bis 33 dB. Abhängig von ihrer Nutzung wurden die Türen zusätzlich mit elektrischen Verriegelungen ausgestattet.
Eine besondere planerische Aufgabe ergab sich aus der Stahlbauweise der Halle. Für den brandschutztechnisch sicheren Anschluss der Elemente an das Stahltragwerk war eine zusätzliche Trenn- beziehungsweise Bekleidungslage erforderlich. Diese konstruktive Gegebenheit musste bereits bei der Massaufnahme berücksichtigt und in der weiteren Planung exakt mitgeführt werden.
Sonderlösungen in zwölf Metern Höhe
Eine aussergewöhnliche Einbausituation bestand bei mehreren elektrisch angetriebenen Türen, die in rund zwölf Metern Höhe in die Fassade eingebunden wurden.. Aufgrund der Maschinen und Anlagen im Halleninneren stand für die Türflügel kein ausreichender Schwenkbereich zur Verfügung. Die Türen mussten daher nach aussen öffnen und entsprechend an die baulichen Gegebenheiten angepasst werden.
Bereits die Massaufnahme in dieser Höhe erforderte besondere Sorgfalt und entsprechende Sicherungsmassnahmen. Für die spätere Montage kamen zusätzlich Baugerüste und ein Kran zum Einsatz, während umfassende Absturzsicherungen den sicheren Einsatz der Monteure gewährleisteten.
Präzision im Zusammenspiel der Gewerke
Da die Türen unmittelbar Teil der Fassadenkonstruktion waren, war eine enge Zusammenarbeit mit dem Bauleiter erforderlich. Die konstruktiven Anschlüsse mussten im Bauablauf fortlaufend koordiniert werden. Einzelne Details, insbesondere im Bereich der Abschlussbleche, konkretisierten sich erst während der Umsetzung und wurden gemeinsam mit den beteiligten Gewerken weiterentwickelt.
„Die Vielfalt der Einbausituationen hat dieses Projekt besonders geprägt“, erklärt Yves Häfliger, Projektleiter bei Peneder. „Entscheidend war, für jede Situation die passende Ausführung zu entwickeln und die Umsetzung eng mit den beteiligten Gewerken abzustimmen – von bewährten Standards bis hin zu individuellen Sonderausführungen in der Fassade.“
So wurde der bauliche Brandschutz zu einem integralen Bestandteil einer hochspezialisierten Infrastruktur, in der Sicherheit, Funktionalität und technische Präzision konsequent zusammenspielen.
Verwendete Produkte in diesem Projekt
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Christoph Balzer
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