Holz trifft Feuer: Neue Perspektiven für den Brandschutz im modernen Holzbau

01.10.2026zur Übersicht

Zwei Kundenevents zeigen, worauf es bei Brandschutz im modernen Holzbau ankommt

Holz liegt im Trend. Ob mehrgeschossiger Wohnbau, moderne Bürogebäude oder architektonische Leuchtturmprojekte: Der Baustoff eröffnet neue Möglichkeiten für eine nachhaltige und innovative Architektur. Mit Brettsperrholz (BSP bzw. CLT) und Brettschichtholz (BSH) lassen sich anspruchsvolle Bauprojekte effizient und mit hohem Vorfertigungsgrad realisieren.

Doch wie lässt sich die architektonische Freiheit des Holzbaus mit den hohen Anforderungen an den baulichen Brandschutz vereinbaren?

Mit dieser Frage beschäftigte sich PENEDER im Rahmen von zwei Kundenevents unter dem Motto „Holz trifft Feuer“ in Wien. Gemeinsam mit renommierten Branchenexperten, Kunden und Partnern standen aktuelle Entwicklungen im Holzbau, technische Herausforderungen und innovative Brandschutzlösungen im Mittelpunkt.

Die zentrale Erkenntnis: Erfolgreicher Brandschutz im Holzbau braucht fundiertes Fachwissen, frühzeitige Planung und geprüfte Systemlösungen.

HoHo Wien ©DERFRITZ
HoHo Wien
HoHo Wien © cetus Baudevelopment / kito at
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Brandschutz in CLT-Wänden: Warum geprüfte Lösungen entscheidend sind

Eine häufige Annahme in der Praxis lautet: Eine Brandschutztür, die in einer Massiv- oder Trockenbauwand geprüft wurde, müsste auch in einer Holzwand funktionieren. Ganz so einfach ist es nicht.

Brettsperrholz ist zwar als Bauprodukt normativ geregelt, stellt bei der Prüfung von Brandschutztüren jedoch besondere Anforderungen an die Wandkonstruktion und den Einbau. Anders als mineralische Baustoffe reagiert Holz im Brandfall auf seine spezifischen Materialeigenschaften: Es bildet eine schützende Kohleschicht, während sich die verbleibenden Holzschichten und die Randbereiche von Öffnungen durch Temperatureinwirkung verändern können.

Das hat Auswirkungen auf die Einbausituation, die Befestigungsmittel und die Anschlussfugen. Gerade an diesen Schnittstellen entscheidet sich, ob ein Brandschutzsystem im Brandfall zuverlässig funktioniert.

Für die Planung bedeutet das: Die Eignung einer Brandschutztür für eine bestimmte Wandkonstruktion muss nachgewiesen sein. Allgemeine Prüfungen für andere Wandtypen lassen sich nicht ohne Weiteres auf CLT übertragen.

Geprüfter Brandschutz für den Holzbau: 
Die Lösungen von PENEDER

Um den besonderen Anforderungen des modernen Holzbaus gerecht zu werden, setzt PENEDER auf gezielte Prüfungen und nachgewiesene Systemlösungen. Dazu gehören Brandschutztüren, Schiebetüren und weitere Systemlösungen, die für den Einsatz in definierten Holzbaukonstruktionen geprüft und zugelassen sind.

Die projektspezifische Auswahl und die jeweiligen Einbaubedingungen sind dabei immer anhand der gültigen Prüf- und Zulassungsnachweise zu beurteilen. So entstehen Lösungen, die die Anforderungen an den baulichen Brandschutz mit den besonderen konstruktiven Gegebenheiten des Holzbaus verbinden.

Das Produktportfolio umfasst unter anderem folgende Systeme, für die entsprechende Nachweise für den Einsatz in CLT-Wänden vorliegen.

Als Keynote-Speakerin gab Arch. DDI Daniela Koppelhuber (KOPPELHUBER² und Partner ZT OG) packende Einblicke in die Erfolgsfaktoren moderner BSP-Projekte. Ihr Fazit: Holzbau ist Systembau – und Qualität entscheidet sich lange vor dem ersten Spatenstich.
DI Dr. Jörg Koppelhuber (KOPPELHUBER² und Partner ZT OG) teilte dieselben Einblicke bei der Veranstaltung im Topgolf.

Holzbau richtig planen:
Drei Erfolgsfaktoren für den Brandschutz

Neben geeigneten Produkten ist die Planung entscheidend. Im mehrgeschossigen Holzbau werden wichtige Entscheidungen früher getroffen als bei vielen konventionellen Bauweisen. Das betrifft auch den Brandschutz.

1. Frühzeitig und integrativ planen
Holzbaukompetenz sollte bereits im Vorentwurf eingebunden werden. Architektur, Tragwerksplanung, Brandschutz und technische Gebäudeausrüstung müssen frühzeitig zusammenspielen. Späte Änderungen können aufwendige Anpassungen, Verzögerungen und Mehrkosten nach sich ziehen.

2. Schnittstellen konsequent berücksichtigen
Leitungsdurchführungen, Türanschlüsse, Toleranzen sowie Übergänge zu Feucht- und Nassräumen erfordern eine sorgfältige Detailplanung. Auch der Witterungs- und Feuchteschutz muss mitgedacht werden, um die Konstruktion dauerhaft zu schützen.

3. Details und Anschlüsse richtig lösen
Besondere Aufmerksamkeit verdienen Fugen, Leibungsanschlüsse und Befestigungspunkte. Denn nicht nur die Wandfläche, sondern vor allem die konstruktiven Übergänge sind für die Funktion des Brandschutzsystems entscheidend. Daher sollten ausschließlich geeignete und nachweislich verwendbare Bauprodukte und Systeme ausgeschrieben und eingebaut werden.

PENEDERwood: Brandschutz trifft Tischlerästhetik

Holz kann im Brandschutz nicht nur als tragender Baustoff, sondern auch als sichtbares Gestaltungselement überzeugen. Mit der überarbeiteten Produktserie PENEDERwood verbindet PENEDER die Anforderungen an Funktion und Sicherheit mit vielfältigen architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten. Gemeinsam mit dem Exklusivpartner Mitsch-Türen, dessen Türen in Meister- und Tischlerqualität im niederösterreichischen Spannberg gefertigt werden, wurde das Portfolio weiterentwickelt.

Die Produktserie bietet zahlreiche Möglichkeiten für unterschiedliche architektonische Anforderungen:

  • Sicherheit und Funktion: Feuerhemmung bis EI₂30, geprüfter Rauchschutz S₂₀₀, Einbruchhemmung bis RC3 und Schallschutz bis 34 dB, abhängig von der jeweiligen Ausführung.
     
  • Gestaltungsvielfalt: Flächenbündige oder überfälzte Ausführungen, Vollbautürblätter, Verglasungen, Bogenelemente und hochwertige Furniere wie Eiche, Nuss oder Lärche.
     
  • Einfache Sanierung: Mit der PENEDERwood Sanierungszarge lassen sich bestehende Türsituationen ohne Stemmarbeiten und ohne Reduktion der Durchgangslichte modernisieren, sofern die baulichen Voraussetzungen und der jeweilige Zulassungsnachweis erfüllt sind.
     
  • Kurze Lieferzeit: Ausgewählte Produkte aus dem Eigenportfolio sind österreichweit innerhalb von 14 Werktagen lieferbar.

Kundenevents die in Erinnerung bleiben

Holz trifft Feuer im Weingut Cobenzl: 
Fachwissen und Perspektiven aus der Praxis

Am 25. Juni 2026 lud PENEDER Kunden, Partner und Branchenkontakte ins Weingut Cobenzl in Wien ein. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen im modernen Holzbau und innovative Brandschutzlösungen.

Arch. DDI Daniela Koppelhuber (KOPPELHUBER² und Partner ZT OG) gab spannende Einblicke in die Herausforderungen des modernen Holzbaus. Ergänzend präsentierte PENEDER die Möglichkeiten der Produktserie PENEDERwood.

Eine anschließende Diskussionsrunde mit Corinna Toell (Franz&Sue Architekten), Bernhard Lechner (Sturm Funktionstüren) und Mario Hollerer (PENEDER Brandschutz Wien) beleuchtete die Anforderungen aus Sicht von Architektur, Normen und Baustellenpraxis.

Der gemeinsame Tenor: Erfolgreicher Holzbau braucht frühzeitige Abstimmung, fundiertes Fachwissen und geprüfte Systemlösungen. Bei einer Führung durch das Weingut und einer anschließenden Weinverkostung wurde der fachliche Dialog in entspannter Atmosphäre fortgesetzt.

Fachwissen trifft Abschlag: Networking im Topgolf Wien

Am 24. September 2026 setzte PENEDER die Veranstaltungsreihe „Holz trifft Feuer“ im Topgolf Wien fort. Kunden, Partner und Branchenkontakte nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen im Holzbau und innovative Brandschutzlösungen auszutauschen.

DI Dr. Jörg Koppelhuber (KOPPELHUBER² und Partner ZT OG) vermittelte aktuelle Einblicke in den modernen Holzbau. Darüber hinaus standen die vielseitigen Möglichkeiten der Produktserie PENEDERwood im Fokus. 

Anschließend bot die besondere Location den passenden Rahmen für persönlichen Austausch abseits des gewohnten beruflichen Umfelds. Zwischen sportlichem Ehrgeiz, kleinen Wettbewerben und geselligem Beisammensein wurden bestehende Kontakte vertieft und neue Verbindungen geknüpft.

Die Veranstaltung verband fachliche Impulse mit einem gemeinsamen Erlebnis und unterstrich einmal mehr den Wert des persönlichen Dialogs innerhalb der Branche.