IKT-Sicherheitskonferenz 2026

17.09.2026zur Übersicht

NIS-2 beginnt nicht erst im Netzwerk:
PENEDER zeigt physische Sicherheit auf der IKT-Sicherheitskonferenz 2026

Wie ganzheitliche Sicherheitskonzepte digitale Infrastruktur schĂŒtzen: PENEDER prĂ€sentierte auf der IKT-Sicherheitskonferenz 2026 in Linz eine SicherheitstĂŒr als Baustein physischer Sicherheit im Kontext der NIS-2-Richtlinie.

Am 16. und 17. September 2026 wurde das Design Center Linz zum Treffpunkt fĂŒr Expertinnen und Experten aus Informations- und Cybersicherheit. Die IKT-Sicherheitskonferenz des Österreichischen Bundesheeres, gemeinsam veranstaltet mit der FH Oberösterreich und Cyber Security Austria, brachte Fachleute aus Bundesheer, Behörden, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen.

Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen rund um Cybersecurity, Resilienz und den Schutz kritischer Infrastrukturen. PENEDER war dabei Teil eines Gemeinschaftsstandes von sieben Unternehmen, die ihre Kompetenzen zu einer durchgÀngigen Sicherheitskette verbunden haben.

 

Die gemeinsame Leitidee:
„One secure journey. Seven experts. One NIS2 strategy.“

Mit der NIS-2-Richtlinie der EuropĂ€ischen Union wurde der regulatorische Rahmen fĂŒr Cybersicherheit deutlich erweitert. Ziel ist ein hohes gemeinsames Niveau der Cybersicherheit in der EU und eine höhere Resilienz gegenĂŒber SicherheitsvorfĂ€llen. Dabei greift der Begriff „Cybersicherheit“ weiter, als es auf den ersten Blick scheint. Denn digitale Systeme funktionieren nicht losgelöst von ihrer physischen Umgebung. Server, Netzwerktechnik, Leitstellen, Kommunikationssysteme und andere kritische Komponenten befinden sich in realen GebĂ€uden und RĂ€umen. Werden diese physisch kompromittiert, kann dies unmittelbare Auswirkungen auf die VerfĂŒgbarkeit und Sicherheit digitaler Systeme haben.

Die TĂŒr als Teil der Sicherheitsarchitektur

Auf dem Gemeinschaftsstand zeigte PENEDER eine SicherheitstĂŒr im Zusammenspiel mit weiteren Sicherheitskomponenten. Die Botschaft dahinter ist bewusst einfach: Eine Sicherheitsstrategie darf nicht an der GebĂ€udegrenze aufhören – und sie darf auch nicht erst bei Firewall, Server oder Software beginnen.

Eine TĂŒr zu einem sensiblen Bereich kann eine wesentliche Schnittstelle innerhalb einer ganzheitlichen Sicherheitsarchitektur sein. Einbruchhemmung, Zutrittskontrolle, sichere Kommunikation, VideoĂŒberwachung, IT-Infrastruktur, Sicherheitsmanagement und Brandschutz greifen dabei ineinander.

Die auf dem Stand gezeigte Lösung machte diese Verbindung unmittelbar sichtbar: PENEDER-SicherheitstĂŒr, kombiniert mit Zutrittslösung von dormakaba, einer Commend-Sprechstelle und einer Dallmeier-Dome-Kamera. Weitere Exponate ergĂ€nzten die Sicherheitskette – unter anderem eine Sensorschleuse mit Gesichtsscanner sowie eine Lösung zur physischen Absicherung von IT-Infrastruktur.

Damit wurde aus abstrakten regulatorischen Anforderungen ein konkretes Szenario:
Wer kritische digitale Infrastruktur schĂŒtzen will, muss auch den physischen Zugang dazu kontrollieren.

Vom Einzelprodukt zur durchgÀngigen Sicherheitskette

Die StÀrke des Gemeinschaftsstandes lag deshalb nicht allein in den einzelnen Technologien, sondern in ihrem Zusammenspiel. Sieben Unternehmen zeigten gemeinsam, wie unterschiedliche Sicherheitsdisziplinen ineinandergreifen können:

SicherheitstĂŒr: Peneder

Zutrittskontrolle: dormakaba

Sichere Kommunikation: Commend

Videosicherheit: Dallmeier

IT-Infrastruktur: Datwyler

Sicherheitsmanagement: Advancis

Brandschutz und Sicherheitsglas: Vetrotech

Das Ergebnis war eine greifbare Interpretation des NIS-2-Gedankens: Sicherheit ist keine einzelne Technologie, sondern eine Kette aus aufeinander abgestimmten Massnahmen. Denn eine SicherheitslĂŒcke an nur einer Stelle kann die Wirksamkeit der gesamten Schutzstrategie beeintrĂ€chtigen.

Physische Sicherheit wird zur Cybersecurity-Frage

Gerade bei kritischer IT-Infrastruktur zeigt sich die Verbindung besonders deutlich. Ein Serverraum kann technisch auf höchstem Niveau geschĂŒtzt sein. Wenn jedoch Unbefugte Zugang zu den RĂ€umlichkeiten erhalten, entsteht ein physisches Risiko, das durch digitale Schutzmassnahmen allein nicht gelöst werden kann. SicherheitstĂŒren und kontrollierte Zutrittswege bilden daher eine wichtige erste Verteidigungslinie.

FĂŒr Unternehmen bedeutet das einen Perspektivwechsel: Nicht nur Daten, Netzwerke und Systeme mĂŒssen geschĂŒtzt werden. Auch die RĂ€ume, in denen diese Systeme betrieben werden, gehören zur Sicherheitsarchitektur. Das ist insbesondere fĂŒr Organisationen relevant, die aufgrund ihrer Grösse, Branche oder Bedeutung fĂŒr kritische gesellschaftliche und wirtschaftliche Prozesse in den Anwendungsbereich von NIS-2 fallen.

NIS-2 als Impuls fĂŒr integrierte Sicherheitskonzepte

Die NIS-2-Richtlinie verpflichtet betroffene Unternehmen dazu, geeignete Risikomanagementmassnahmen fĂŒr die Sicherheit ihrer Netz- und Informationssysteme zu treffen. Gleichzeitig wurden der Anwendungsbereich und die Anforderungen gegenĂŒber der frĂŒheren NIS-Richtlinie deutlich erweitert.

Betroffen sind – abhĂ€ngig von Branche, Grösse und konkreter TĂ€tigkeit – unter anderem Unternehmen aus Bereichen wie Energie, Verkehr, Gesundheit, digitale Infrastruktur, öffentliche Verwaltung, Lebensmittel sowie dem verarbeitenden und herstellenden Gewerbe. FĂŒr die Praxis bedeutet das: Sicherheitsmassnahmen sollten nicht isoliert betrachtet werden. IT-Security, Zutrittskontrolle, GebĂ€udeabsicherung und organisatorisches Sicherheitsmanagement mĂŒssen zusammengedacht werden.

Genau diese Schnittstelle zwischen digitaler und physischer Sicherheit stand beim gemeinsamen Messeauftritt im Fokus.

Austausch statt Produktshow

Die IKT-Sicherheitskonferenz unterscheidet sich dabei bewusst von einer klassischen Fachmesse. Das Publikum kommt vor allem wegen des umfangreichen Fachprogramms, des Wissenstransfers und des Austauschs zwischen Behörden, StreitkrÀften, Wissenschaft und Wirtschaft.

Mit rund 5.000 Besucherinnen und Besuchern, mehr als 140 Ausstellern und rund 100 VortrĂ€gen unterstrich die Veranstaltung 2026 ihre Bedeutung als österreichische Plattform fĂŒr Informations- und Cybersicherheit.

FĂŒr PENEDER bot der Gemeinschaftsstand damit die Möglichkeit, ein Thema sichtbar zu machen, das in der Cybersecurity-Diskussion hĂ€ufig weniger prĂ€sent ist:  Digitale Sicherheit braucht physische Sicherheit und Sicherheit beginnt an der TĂŒr.

Die zentrale Erkenntnis des Messeauftritts lĂ€sst sich deshalb auf einen einfachen Satz reduzieren: Wer digitale Infrastruktur schĂŒtzen will, muss auch ihren physischen Zugang schĂŒtzen.