Zentrum Johannes Paul II.
Denkmalschutz trifft auf moderne Brandschutztechnik
Mit dem Zentrum Johannes Paul II. ist in Wien ein außergewöhnlicher Ort entstanden – die erste neu errichtete katholische Kirche in Österreich seit rund 25 Jahren. In einem denkmalgeschützten Gebäude in der Praterstraße wurde ein ehemaliges Hotel im Zuge einer umfassenden Kernsanierung vollständig transformiert. Nun ist es ein offenes, lebendiges Zentrum für Begegnung, Austausch und Glauben.
Die Rahmenbedingungen des Projekts waren entsprechend anspruchsvoll: Die historische Bausubstanz definierte Geometrien, Öffnungen und Proportionen bis ins Detail und ließ nur minimale Eingriffe zu. Gleichzeitig mussten sämtliche Vorgaben zu Brandschutz, Fluchtwegen und Barrierefreiheit auf aktuellem Stand umgesetzt werden. Diese Kombination erforderte durchgängig individuelle und technisch präzise Lösungen.
Peneder realisierte hierfür maßgeschneiderte Aluminium-Glas-Konstruktionen, die sowohl funktional als auch gestalterisch exakt auf die bestehende Architektur abgestimmt wurden.
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PENEDERtherm
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PENEDERclassic
Maßgefertigte Aluminium-Glas-Portale als zentrale Lösung
Im Zentrum stehen vier großformatige Rundbogenportale, die als prägendes Element die historische Formensprache aufnehmen. Dazu zählen zwei Innenportale, ein zweiflügeliges Außenportal sowie eine großflächige Fixverglasung im Cafébereich. Ergänzt werden sie durch unterschiedliche Türanlagen mit ein- und zweiflügeligen Ausführungen, Seitenteilen und Oberlichten.
Die Portale wurden in maximal möglichen Abmessungen umgesetzt und erreichen Durchgangslichten von bis zu 2,60 Metern. Die komplexen Rundbogengeometrien erforderten höchste Präzision in Planung und Fertigung, da bereits geringste Abweichungen Auswirkungen auf Funktion, Dichtigkeit und die Integration in die bestehende Struktur gehabt hätten.
Je nach Einsatzbereich erfüllen die Elemente hohe Brandschutz- und Rauchschutzanforderungen (bis EI₂ 30-C5 bzw. S200-C5) und wurden mit Automatikantrieben ausgestattet. Dadurch konnten sie nahtlos in Fluchtwegführungen und Zutrittslösungen integriert werden und gewährleisten einen sicheren, barrierefreien Betrieb. Neben den hochfunktionalen Brandschutzelementen wurden dabei auch architektonisch abgestimmte Portale ohne Brandschutzanforderung umgesetzt, die sich nahtlos in das Gesamtkonzept einfügen.
Auch die Montage stellte hohe Anforderungen: Die großformatigen Glaselemente mit einem Gewicht von bis zu 150 kg mussten unter beengten Bedingungen im Bestand millimetergenau eingebracht und montiert werden.
„Gerade im denkmalgeschützten Bestand ist jedes Projekt eine individuelle Herausforderung. Die Kombination aus vorgegebenen Geometrien, großen Abmessungen und hohen technischen Anforderungen hat dieses Projekt besonders spannend gemacht – hier musste jedes Detail exakt auf den Punkt umgesetzt werden.“, betont Christian Brokisch, Verkauf und Projektleitung bei Peneder.
Das Projekt zeigt, wie sich anspruchsvoller Denkmalschutz und moderne Brandschutztechnik erfolgreich verbinden lassen. Mit Lösungen, die architektonische Qualität bewahren und gleichzeitig technisch an die Grenzen des Machbaren gehen, entsteht ein Ergebnis, das funktional überzeugt und sich selbstverständlich in den Bestand einfügt.