Mit der Erweiterung ihres Firmensitzes in Ried im Traunkreis setzt die GEWA Blechtechnik GmbH ein klares Zeichen fĂŒr Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Der Lohnfertiger der österreichischen Metallbranche nutzte das 2025 realisierte Bauprojekt, um seine Stromversorgung neu zu denken: Eine erweiterte Photovoltaikanlage, leistungsfĂ€hige Energiespeicher und eine intelligente E-Ladeinfrastruktur verbinden betriebliches Wachstum mit einem konkreten Beitrag zur Energiewende. Peneder plante und realisierte die Firmensitzerweiterung â und setzte damit eine seit mehr als 30 Jahren bestehende Zusammenarbeit fort.
Wachstum mit Verantwortung
Mehr Raum fĂŒr die Zukunft schaffen â und dabei den Energieeinsatz nachhaltig gestalten: Mit diesem Anspruch ging GEWA die Erweiterung seines Standorts an. Neben einem neuen BĂŒrotrakt und zusĂ€tzlichen LagerflĂ€chen stand die Weiterentwicklung der Energieversorgung im Mittelpunkt. Statt einzelne Massnahmen isoliert umzusetzen, setzt das Unternehmen auf das Zusammenspiel von Stromerzeugung, Speicherung und Verbrauch.
Wir sind der Ăberzeugung, dass jedes Unternehmen seinen Beitrag fĂŒr mehr Klimaschutz und zum Gelingen der Energiewende leisten muss. Daher haben wir beschlossen, das Stromversorgungskonzept des Fertigungsbetriebs neu zu denken.
Sonnenstrom erzeugen und intelligent nutzen
Die Basis des Energiekonzepts bildet der Ausbau der Photovoltaikanlage von bisher 200 kWp auf 490 kWp. ErgĂ€nzt wird die lokale Stromerzeugung durch zwei Energiespeicher mit jeweils 600 kWh â insgesamt stehen damit 1.200 kWh SpeicherkapazitĂ€t zur VerfĂŒgung.
Der entscheidende Vorteil: StromĂŒberschĂŒsse können gespeichert und zeitversetzt genutzt werden. So lĂ€sst sich Sonnenstrom auch dann fĂŒr die Ladeinfrastruktur bereitstellen, wenn die aktuelle PV-Erzeugung nicht ausreicht. DarĂŒber hinaus sieht das Konzept vor, gespeicherte Energie zu Spitzenzeiten dem öffentlichen Stromnetz verfĂŒgbar zu machen. Der Speicher wird damit zum Bindeglied zwischen erneuerbarer Erzeugung, betrieblichem Energiebedarf und netzdienlichem Verhalten.
Unser Energiekonzept basiert auf drei SĂ€ulen â Strom-Eigenerzeugung, E-Ladeinfrastruktur sowie Speicher fĂŒr intelligente und wirtschaftliche Nutzung. Das macht uns zu einem Vorreiter der industriellen Energiewende
Energieeffizienz durch vorausschauende Steuerung
FĂŒr das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten sorgt ein KI-gestĂŒtztes Energie-Monitoring-System (EMS). Es unterstĂŒtzt eine flexible Steuerung des Energieeinsatzes im Produktionsbetrieb und schafft Transparenz ĂŒber VerbrĂ€uche und EnergieflĂŒsse.
Im Fokus stehen dabei:
- Mehr Eigennutzung erneuerbarer Energie: Lokal erzeugter Strom soll möglichst effizient am Standort eingesetzt werden.
- Weniger Lastspitzen: Peak Shaving und LastglÀttung helfen, hohe Leistungsspitzen zu reduzieren.
- Optimierte Strombeschaffung: Dynamische Strompreise werden in die Energieeinsatzstrategie einbezogen.
- Intelligente Lastverschiebung: Ladeinfrastruktur, GebÀudetechnik und Produktionsanlagen werden aufeinander abgestimmt. So lÀsst sich etwa die Ladeleistung an die aktuelle PV-Erzeugung anpassen.
- Transparenz im Betrieb: Echtzeit-Ăberwachung und standardisiertes Reporting bilden die Grundlage fĂŒr kontinuierliche Verbesserungen im Energiemanagement.
Nachhaltigkeit bedeutet bei GEWA damit nicht nur, erneuerbaren Strom zu erzeugen. Ebenso wichtig ist es, Energie zur richtigen Zeit und am richtigen Ort einzusetzen. ErgĂ€nzend ermöglicht das Konzept eine aktive NetzstĂŒtzung auf Anforderung des Netzbetreibers.
Ein Beitrag zur regionalen E-MobilitÀt
Die neue Ladeinfrastruktur reicht ĂŒber den eigenen Betriebsbedarf hinaus. Sechs interne AC-Ladepunkte mit jeweils 22 kW sowie vier öffentliche DC-Schnellladepunkte mit jeweils 150 kW unterstĂŒtzen die ElektromobilitĂ€t am Standort und in der Region.
Die Lage nur 200 Meter von der Autobahn entfernt bietet dafĂŒr besonders gute Voraussetzungen. GEWA verbindet so die Weiterentwicklung seiner Energieversorgung mit dem Ausbau öffentlich zugĂ€nglicher Lademöglichkeiten. Eigenerzeugung, Speicher und Ladeinfrastruktur werden gemeinsam gedacht â als Bestandteile einer nachhaltigen Energielösung.
Zukunftsorientierter Industriebau auf bewÀhrter Basis
Den baulichen Rahmen fĂŒr die Standortentwicklung schuf Peneder mit einem 750 mÂČ grossen BĂŒroneubau und einer Lagererweiterung um 830 mÂČ. Die Firmensitzerweiterung wurde in nur zehn Monaten umgesetzt. Bereits zum dritten Mal vertraute GEWA dabei auf Peneder â eine Partnerschaft, die seit den 1990er-Jahren besteht.
Das Projekt zeigt, wie sich eine Betriebserweiterung als Gelegenheit fĂŒr die Energiewende nutzen lĂ€sst. GEWA investiert nicht nur in zusĂ€tzliche FlĂ€chen, sondern auch in eine intelligent vernetzte Energieversorgung. Ein zukunftsorientierter Schritt, der nachhaltiges Wachstum, erneuerbare Energie und effizienten Betrieb miteinander verbindet.










