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Neues Werk für Pollmann

In praktisch allen Fahrzeugen namhafter PKW-Produzenten arbeiten Komponenten von Pollmann. So kommen etwa Seitentürschlösser, das Gehäuse der Start-Stopp-Systeme oder Schiebedach-Kinematiken aus dem Waldviertel. Mit einem Exportanteil von nahezu 100 Prozent ist das Stammwerk in Karlstein (Bez. Waidhofen/Thaya, NÖ) längst an der Kapazitätsgrenze. Deshalb erfolgte am Dienstag, dem 29. Mai 2018 der Spatenstich für Werk II in Vitis. Rund 17 Mio. Euro beträgt die Investitionssumme für Grundstück, Gebäude und Maschinen. In Vitis entsteht ein Werk mit hochkomplexen Produktions- und Logistikprozessen samt Erweiterungsszenarien, das schon im September 2019 im Vollbetrieb sein muss. Deshalb hat Pollmann Peneder Businessbau für die Gebäudeplanung und das Baumanagement engagiert. Mit dem neuen Werk soll der Pollmann-Jahresumsatz von aktuell 171 Mio. Euro bis zum Jahr 2020 auf 240 Mio. Euro wachsen.

Dass der Weltmarktführer bei Schiebedach-Kinematiken und elektromechanischen Türschlössern auch beim Baumanagement auf Routine und Sicherheit setzt, überrascht nicht. Deshalb hat die Pollmann International GmbH vor der Entscheidung für Peneder Businessbau zwei bereits realisierte Projekte vor Ort unter die Lupe genommen.

„Wir haben in Bayern die von Peneder errichteten Werke der Kößler technologie GmbH und der Gaplast GmbH besichtigt. Beide Projekte sind in ihrer Komplexität sehr gut mit unserem Bauvorhaben vergleichbar“, präzisiert Pollmann-Geschäftsführer Herbert Auer.

Tatsächlich stellt das Bauprojekt mit einer Gesamtfläche von 2.500 m2 und 5.500 Paletten-Stellplätzen nicht zuletzt aufgrund des knappen Zeitbudgets eine Herausforderung dar. „Weil wir schon jetzt Aufträge für das Werk Vitis in den Büchern haben, gehen im Februar 2019 die ersten Maschinen in Betrieb. Ab September 2019 arbeiten wir mit 60 neuen Mitarbeitern im Dreischichtbetrieb an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr“, präzisiert Herbert Auer den knappen Zeitrahmen. Immerhin ist die erste Serienproduktion schon für Herbst 2019 eingetaktet. Dort soll in Zukunft die Produktion voluminöser Baugruppen konzentriert werden.

 

Hoher Auftragsstand schon vor Spatenstich

Die Planung der mittelfristigen Kapazitätsanforderungen stellt für die Businessbau-Experten von Peneder freilich nur eine der Herausforderungen dar. „Pollmann hat sehr langfristige und umfangreiche Erweiterungs-Szenarien vorgesehen. Deshalb müssen wir alle Produktions-, Logistik- und Lagerprozesse so konzipieren, dass jederzeit eine nahtlose Erweiterung möglich ist“, erklärt Peneder-Geschäftsführer Mag. Christian Peneder.

Das vollautomatisierte Hochregallager setzt als "Rückgrat" des Standortes ein markantes bauliches Signal. Herzstück des Businessbaus ist allerdings jene Magistrale, die als Verkehrsknoten zwischen Produktions-, Lager- und Logistiktrakt fungierte. Dort laufen alle Versorgungsleitungen sowie alle Personen- und Warenströme zusammen, um auch bei – bereits vorausgeplanten – baulichen Erweiterungen auf eine leistungsstarke Logistikachse vertrauen zu können. „Diese Magistrale stellt sicher, dass in allen Erweiterungs-Szenarien die Prozessqualität gesichert ist“, betont Christian Peneder.

 

65.000 m2 für Expansions-Szenarien

Dass diese Erweiterungs-Szenarien durchaus realistisch sind, unterstreicht das Areal, das Pollmann von der Gemeinde Vitis erworben hat. 65.000 m2 stehen dem international agierenden Konzern mit 1.700 Mitarbeitern und Produktionsstätten in Österreich, Tschechien, China und den USA dafür zur Verfügung.

Vitis ist für Pollmann aus mehreren Gründen erste Wahl für den zweiten Produktions-Standort in Österreich. Neben der guten Verkehrsanbindung und der Nähe zum Headquarter in Karlstein und dem im tschechischen Jindřichův Hradec ist das vor allem die Verbundenheit zur Region. „Das Waldviertel und die Mitarbeiter aus der Region sind die Basis unseres Erfolges. An dieser Erfolgsformel wollen wir nichts ändern“, sagt Pollmann-Geschäftsführer Auer.

 

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Unterstützt werden die Pollmann-Mitarbeiter in Vitis von modernster Produktions- und Logistik-Technologie. „Wir machen mit diesem Werk technologisch zwei Schritte in die Zukunft“, betont Auer. Dafür hat Peneder Businessbau eine Fabrik konzipiert, in der das Zusammenspiel aus Fördertechnik, Robotik, Lager- und Transportlogistik sowie Haustechnik höchste Produktivität erlaubt. So sorgen eine konsequente Nord-Süd-Ausrichtung des Gebäudes und eine Wärmerückgewinnung für minimierte Heiz- und Kühlkosten und die Verschattungen mit Photovoltaik-Modulen für Energieeffizienz.

Um alle Prozesse und die Dimensionierung der Anlagen exakt planen zu können, stellte Pollmann fundiertes Zahlen- und Datenmaterial zur Verfügung. „Der vorbildliche Planungsprozess bei Pollmann ist ein wiederholter Beweis dafür, dass gerade in der Bauwirtschaft ein partnerschaftlicher Zugang die besten Erfolgsaussichten hat", freut sich Christian Peneder über die Qualität der Zusammenarbeit.

 

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