Training on-the-job
Peneder setzt wichtige Impulse für Modernisierung der Ausbildung an HTLSt. Martin im Innkreis, 18.12.2009 - Eine 26.000 m2 große Produktionshalle der Peneder Gruppe war heute Vormittag der passende Rahmen für den Start einer einzigartigen Ausbildungskooperation mit der Linzer HTL1 Bau und Design. Großzügig dimensioniert ist nämlich auch die Zusammenarbeit der beiden Partner. Insgesamt 18 Schüler der 4. Bautechnik-Klasse werden bis zur Matura im Sommer 2011 ein mehrwöchiges on-the-job-Training absolvieren. Dabei werden sie mit Problemstellungen aus realen Geschäftsfällen konfrontiert. Peneder hat dafür vier Mitarbeiter als Mentoren abgestellt. HTL-Direktor Manfred Treml wertet die Kooperation als wichtigen Impuls für eine weitere Modernisierung der Ausbildung und eine Weiterentwicklung des umfassenden Qualitätsmanagementsystems der berufsbildenden Schulen.
"Man kann sich durchaus die Frage stellen, warum es nicht schon viel früher eine derartige Initiative gab", unterstreicht Manfred Treml, Direktor der HTL1 Bau und Design in der Linzer Goethestraße, die Signalwirkung der Kooperation. Damit erreiche man eine neue Qualität in der Verknüpfung von schulischer Qualifikation mit Praxiserfahrung. "Diese Kooperation ist ein wichtiger Impuls, unsere Ausbildung weiter an die Bedürfnisse der heimischen Betriebe anzupassen. Deshalb haben wir nicht lange gezögert, als uns Peneder die Zusammenarbeit angeboten hat", betont Treml. Die praktischen Tätigkeiten in Bereichen wie Entwurf, Polierplanung, Statik, Bauplanung und Realisierung sowie Kostenkalkulation fließen unmittelbar in die Bewertung der entsprechenden Schulfächer ein.
HTL-Absolventen als Begleiter
Für die Betreuung der 18 HTL-Schüler stellt Peneder vier HTL-Absolventen (zwei davon sogar von der HTL1 in Linz) aus dem eigenen Team ab. Diese werden im Laufe der Kooperation, die bis zur Matura 2011 reichen wird, das insgesamt mehrwöchige on-the-job-Training begleiten. "Damit ist gewährleistet, dass sich die schulische Vorbildung, die Erwartungshaltung der Schüler und die notwendigen Praxiserfahrungen optimal ergänzen", erklärt Franz Peneder, Eigentümer der Peneder Gruppe. Einzigartig an der Kooperation ist die Intensität der Zusammenarbeit zwischen Peneder und den Schülern. "Wir bieten tiefe Einblicke in unsere Geschäftsabläufe, binden die Schüler in konkrete Projekte ein, ermöglichen ihnen unmittelbaren Kundenkontakt und konfrontieren sie auch mit plötzlich auftretenden Problemstellungen", präzisiert Peneder.
Neues wagen, Akzente setzen
Der Mut, mit Konventionen zu brechen, hat Peneder zu einer Unternehmensgruppe mit rund 500 Beschäftigten gemacht. Jetzt beweist Peneder einmal mehr Pioniergeist. "Vermeintliche Tabus zu brechen, auf den Gestaltungswillen des Einzelnen zu vertrauen und die Bereitschaft, neue Wege zu beschreiten und Risiken einzugehen, haben unsere Entwicklung geprägt", erklärt Franz Peneder. "Mit der HTL1 haben wir einen Partner gefunden, der ebenfalls bereit ist, sich auf Neues einzulassen und Akzente zu setzen."
Antizyklisches Recruiting
Durch die Kooperation mit Peneder bekomme auch das Personalrecruiting in der Baubranche, bei dem HTL-Direktor Treml generell Aufholbedarf ortet, endlich den angemessenen Stellenwert. "Immerhin sind bis zu zwei Drittel unserer Absolventen nach der Matura auf Jobsuche." Kein Zweifel besteht für Regina Metz, die Verantwortliche für Personalmarketing bei Peneder, daran, dass gerade jetzt in Recruiting investiert werden muss. "Der Wettbewerb um die besten Köpfe hat sich von der Konjunktur entkoppelt. Wer sein Unternehmen jetzt nicht als attraktive Arbeitgebermarke positioniert, wird Schwierigkeiten haben, sich bei anspringender Konjunktur angemessen zu verstärken." Deshalb habe man im Recruiting neue Wege eingeschlagen. "So bieten wir nicht nur Einblicke in unsere Geschäftsprozesse, sondern machen auch die Kultur und Philosophie unseres Unternehmens erlebbar", präzisiert Metz.


