Schlüsselfertig: Hiki hält nichts von kleinen Fischen

Tragwein. Während sich viele Unternehmen einen Investitionsstopp verordnet haben, ist Hiki auf Expansionskurs. Das auf den Versand von Fischereibedarf spezialisierte Unternehmen (www.hiki.at) aus dem Bezirk Freistadt hat die Basis dafür mit einer 3,7-Millionen-Euro Investition gelegt.

Peneder Bau-Geschäftsführer Franz Peneder (li.) und Hiki-Geschäftsführer Günter Hiesberger vor einem Modell der neuen Unternehmenszentrale. Als Modell ist auch die Fischerei-Erlebniswelt bereits realisiert.
Peneder Bau-Geschäftsführer Franz Peneder (li.) und Hiki-Geschäftsführer Günter Hiesberger vor einem Modell der neuen Unternehmenszentrale. Als Modell ist auch die Fischerei-Erlebniswelt bereits realisiert.

Dafür wurde in Tragwein eine neue Unternehmenszentrale mit rund 3.000 m2 gebaut. Peneder hat diese in knapp acht Monaten Bauzeit errichtet. Von dort wirft Hiki heuer erstmals auch in Osteuropa seine Netze aus. Der Markteintritt in Tschechien ist fix, aber auch die Slowakei, Ungarn und Kroatien sind im Gespräch. Zudem wird – trotz des „Krisenjahres“ – eine kräftige Umsatzsteigerung von 30 % erwartet.

Ohne sich von der Krise verunsichern zu lassen, verfolgt Günter Hiesberger, Geschäftsführer von Hiki, seine Strategie. 80.000 Kunden bestellen jährlich aus dem 9.500 Artikel umfassenden Angebot des Tragweiner Fischerei-Anbieters – heuer soll der Versand weiter wachsen. Nicht nur online, auch mit einem eigenen Call-Center sollen Angler aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten in Ost- und Mitteleuropa als Kunden gewonnen werden. „Angeln ist ein Freizeitvergnügen und damit ziemlich krisenfest“, begründet der begeisterte Fliegenfischer Hiesberger das enorme Wachstumspotential seines Unternehmens. Bereits im Vorjahr wurde von Generalunternehmer Peneder Bau die neue Hiki-Unternehmenszentrale mit dem größten Verkaufsraum für Fischereibedarf in Österreich errichtet.

Wird Hiesberger angesichts der globalen Entwicklung auf weitere Investitionen verzichten?

Im Gegenteil: Hiki schwimmt weiterhin gegen den Strom und plant, den Standort in Tragwein in den kommenden Jahren um 4,8 Mio. Euro zu einer Fischerei-Erlebniswelt auszubauen. Zu den geplanten Attraktionen zählen neben einem großzügigen Schulungs- und Ausstellungsgebäude und zweier Fischteiche mit einer Gesamtfläche von insgesamt 10.000 m2 auch ein eigenes Fischerei-Labyrinth. Tolle Gastronomieangebote sollen das Fischerei-Dorado zum Treffpunkt für Angelbegeisterte aus Nah und Fern machen.


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