Haidach wird zum zweitgrössten Erdgasspeicher Europas
Peneder Stahl sichert sich MillionenauftragÜber einen Prestigeauftrag darf sich die Peneder Stahl GmbH aus Atzbach (Bezirk Vöcklabruck) freuen. In einer internationalen Ausschreibung sicherte sich das Unternehmen den Auftrag für den Stahlbau des Erdgasspeichers Haidach II. Dieser fasst 1,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas und wird in Verbindung mit dem gleich großen, 2007 eröffneten Haidach I zum zweitgrößten Erdgasspeicher Europas. Realisiert wird das Großprojekt bei Straßwalchen von einem Joint Venture, das aus der österreichischen Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft (RAG), der russischen Gazprom und der deutschen Wingas gebildet wird. Der Auftragswert für den Stahlbau von Peneder liegt bei 1,3 Mio. Euro. Anfang September ist Montagebeginn, 2011 soll das Gesamtprojekt abgeschlossen sein.
"Der Auftrag freut uns umso mehr, als wir uns in der Ausschreibung gegen renommierte internationale Konkurrenz durchsetzen konnten. Das unterstreicht unsere Leistungsfähigkeit", betont Geschäftsführer Christian Peneder. Diese Leistungsfähigkeit verdankt Peneder unter anderem den außergewöhnlichen Produktionskapazitäten, die am Standort St. Martin im Innkreis zur Verfügung stehen. Im 26.000 m2 großen Werk, dessen Fertigungsstraße 360 Meter lang ist, werden Werkstücke bis zu einer Länge von 24 Metern produziert. "Das ist die maximale Länge, die per Bahn transportiert werden kann" präzisiert Peneder. Deshalb ist das Werk auch direkt an die Bahn angeschlossen. So können die Züge im Gebäude entladen, Stahlträger strahlentrostet, geschnitten, gebohrt, geschweißt, oberflächenbehandelt und schließlich per LKW abtransportiert werden.
Produktion auf Hochtouren
Der 1,3 Mio. Euro-Auftrag umfasst neben Fertigung, Lieferung und Montage von mehreren hundert Tonnen Stahlbau für Rohrbrücken, Bedienbühnen und Wetterschutzeinhausungen auch Statik (inklusive Anschlussstatik) und Engineering. Da bereits Anfang September 2009 die Montage startet, laufen Planung, Materialbeschaffung und Produktion mittlerweile auf Hochtouren. Bereits im Frühjahr 2011 soll Haidach II den Betrieb aufnehmen. "Vor dem Hintergrund der weltweiten Krise trägt dieser Auftrag dazu bei, dass wir mit einem zufrieden stellenden Geschäftsjahr rechnen können", erklärt Christian Peneder.

