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Der Allrounder im Stahl- und Dachbau
Peneder Stahl: Setzt neue Maßstäbe.Mit der Errichtung der Zusatztribünen im Salzburger Stadion und der Ausstellungshalle für Sanitärgroßhändler Holter hat die Peneder Stahl GmbH in den letzten Monaten auf sich aufmerksam gemacht. Weniger medienpräsent – aber nicht minder anspruchsvoll – sind Projekte für die Salinen, den Scheinwerferproduzenten Zizala oder den Flughafen Salzburg, mit denen der Stahlbauspezialist seine Qualitäten als Allrounder unter Beweis stellt. Alle Aufträge werden nach dem Prinzip „fast forward“ bearbeitet und abgewickelt. Da sich Peneder genauso rasant entwickelt, ist das Unternehmen zu einem der attraktivsten Arbeitgeber der Branche geworden.
Stadionumbau „fast forward“
Für die UEFA Fußball-Europameisterschaften 2008 mussten im Salzburger Stadion in Wals-Siezenheim 12.000 zusätzliche Sitzplätze geschaffen werden. Die Tatsache, dass die dafür nötigen Montagearbeiten nur in der spielfreien Zeit stattfinden konnten, sorgte naturgemäß für enormen Zeitdruck. Peneder überzeugte den Auftraggeber mit einem Montagekonzept nach dem Firmenmotto „fast forward“ und wurde mit dem gesamten Stahlbau beauftragt. Bevor die nötigen Zusatztribünen im Stadion untergebracht werden konnten, musste das 1.900 Tonnen schwere Dach um rund 11 Meter angehoben werden. Nach der Hebung wurde jene von Peneder gefertigte Stahlkonstruktion montiert, in der die zusätzlichen Tribünen verankert werden. Danach wurde das Dach wieder um einen halben Meter in seine endgültige Position gesenkt. „Die größte Herausforderung war natürlich die extrem knapp bemessene Zeit,“ erklärt Christian Peneder, Geschäftsführer der Peneder Stahl GmbH: „Wir mussten die gesamte Montage des Innenbereichs in nur sechs Wochen über die Bühne bringen, damit das Dach abgesenkt, die Hilfskonstruktionen entfernt und der ungestörte Spielbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.“ Anfang Juni 2006 war Baubeginn, am 05. August 2006 bestritt Red Bull Salzburg schon wieder das erste Heimspiel der neuen Fußballsaison. Die Arbeiten im Innenbereich konnten somit termingerecht und wunschgemäß abgeschlossen werden. Derzeit werden noch Treppentürme und Gehstege im Außenbereich des Stadions errichtet. Auch hier liefert Peneder die Stahlteile und unterstützt bei den Montagearbeiten um den straffen Zeitplan einhalten zu können. Mittlerweile wurden im und um das Stadion mehr als 2.200 Tonnen Stahl von Peneder verbaut.
Überdachung für Flughafen-Parkdeck
Während man im Salzburger Stadion nächstes Jahr mit einem Publikumsansturm rechnet, steigt die Attraktivität des Salzburger Flughafens kontinuierlich – und damit auch der Bedarf an Parkplätzen. Darauf hat man im Frühjahr letzten Jahres mit einer Aufstockung des Parkhauses um drei weitere Parkdecks mit insgesamt 950 Parkplätzen reagiert. Die Zahl der Stellplätze hat sich damit praktisch verdoppelt. Überdacht wurde das 19 Meter hohe Gebäude mit dem Bogendach von Peneder. In zweischiffiger Ausführung fügt sich dieses nahtlos in die gestalterisch anspruchsvolle Fassade ein. Dabei wurde die Gesamtbreite von 33 Metern mit zwei jeweils 16 Meter breiten, freitragenden Bogendächern überspannt. Diese werden – um möglichst wenig Parkraum zu verlieren – auf einer Gesamtlänge von 275 Metern von insgesamt 41 Säulen in der Mittelachse des Parkdecks getragen. Da sich aufgrund des langen Winters der Baubeginn verzögert hatte, der Eröffnungstermin allerdings schon fixiert war, musste das Dach übrigens in Rekordzeit montiert werden. So wurden mit dem Peneder-Bogendach in nur neun Wochen rund 9.000 m2 überdacht.
Schneefreie Welle als Ausstellungshalle
Wasser ist das Element, um das sich bei Sanitärgroßhandel Fritz Holter GesmbH alles dreht. Im neuen Bäderschauraum, der heuer in Wels fertig gestellt wurde, manifestiert sich diese Verbundenheit mit Wasser nun auch architektonisch. Der Linzer Architekt Wolfgang Schaffer hat eine Ausstellungshalle entworfen, die einer Welle nachempfunden ist. Zentrales Gestaltungselement ist das Bogendach von Peneder, das neben seiner ästhetischen Qualität auch einen überzeugenden praktischen Vorteil bietet: Die gebogene Form begünstigt ein natürliches Abtragen von Schnee durch Wind und Schwerkraft – das lästige Abschaufeln im Winter entfällt damit, unterstreicht Gerd Holter, geschäftsführender Gesellschafter der Holter GesmbH: „Während wir unsere Flachdächer immer wieder abschaufeln mussten, war das bei den geschwungenen Bogendächern nie notwendig.“ Kein Wunder also, dass Holter mittlerweile bereits zehn Objekte damit realisiert hat. „Mittlerweile ist das Bogendach schon fast zu einem Markenzeichen für unseren Betrieb geworden,“ erklärt Gerd Holter. Die zur Gänze in Glas gefertigte, nach innen gedrehte Front des Eingangsbereichs unterstreicht die Dimension des dahinter liegenden Gewölberaums und sorgt gemeinsam mit dem Peneder-Bogendach dafür, dass die 80 x 40 Meter große Ausstellungsfläche lichtdurchflutet ist. Rund ein Fünftel der 2.200 m2 großen Dachfläche ist nämlich aus transluzentem Polycarbonat gefertigt. Diese erlaubt in Verbindung mit der Beleuchtung im Inneren beeindruckende Effekte. Dank eines ausgeklügelten Beleuchtungssystems erstrahlt die Welle in allen gewünschten RGB-Farben und wird so bei Dunkelheit zum markanten Blickfang. Als Allrounder im Stahlbau lieferte Peneder zusätzlich rund 700 m2 Paneelwände und erledigte den gesamten Stahlbau.
Brückenschlag bei Zizala
Die Wieselburger Firma Zizala Lichtsysteme ist auf die Produktion von Scheinwerfern und Leuchten für die Automobilindustrie spezialisiert. Der dynamischen Unternehmens-entwicklung der letzten Jahre wurde nun mit dem Bau eines neuen Bürogebäudes Rechnung getragen. Obwohl dieses zwar in unmittelbarer Nähe des Produktionswerks errichtet werden konnte, sind die beiden Gebäude dennoch durch die Erlauf getrennt. Damit zusammenwächst, was zusammengehört, wurden diese durch eine Brücke verbunden. Für die Produktion und Montage der 50 Meter langen und 44 Tonnen schweren Eisenbrücke engagierte Zizala die Peneder Stahl GmbH. „Die Brücke wurde von Spezialtransportern in vier jeweils 4,7 Meter breiten Bauteilen angeliefert, vor Ort zusammengebaut und schließlich von zwei Kränen in die endgültige Position gehoben“, beschreibt Christian Peneder die spektakuläre Montage. Während für den Zusammenbau, den Einhub und die Endmontage der Brücke insgesamt eine Woche zur Verfügung stand, musste der Einhub innerhalb eines einzigen Tages über die Bühne gehen.
Verlässlicher Partner im Anlagenstahlbau
Um gegen die großen Verbrauchsschwankungen bei Auftausalz im Winter besser gewappnet zu sein, erweitern die Salinen in Ebensee ihre Kapazitäten. Neben der neuen Verdampferanlage wird auch eine Salztransporterhalle und eine Salzförderbrücke errichtet. Der gesamte Stahlbau dafür kommt von Peneder – insgesamt rund 450 Tonnen mit Bauteilen bis zu 20 Meter Länge und 11 Tonnen Einzelgewicht. „Der Anlagenstahlbau ist vor allem eine logistische Herausforderung“, erklärt Christian Peneder. Da jede Lieferverzögerung einen Dominoeffekt auslösen und damit den gesamten Bauzeitplan gefährden kann, ist Termintreue oberstes Gebot. „Dabei hat sich unser Motto „fast forward“, das Höchstgeschwindigkeit in der Produktion, Auftragsbearbeitung und -abwicklung garantiert, einmal mehr bewährt“, unterstreicht Peneder.
Unternehmenswachstum mit Spitzenpersonal
Mit der Spezialisierung auf die Bereiche Bau, Stahl und Feuerschutz sowie der gleichzeitigen Expansion in wichtige Exportmärkte hat sich Peneder in den letzten Jahren zu einer Unternehmensgruppe mit etwa 100 Mio. Euro Jahresumsatz und rund 400 Mitarbeitern entwickelt. Der Ausdruck „Mitarbeiter“ ist bei Peneder allerdings zu eng gefasst. Seit mehr als 10 Jahren wirtschaftet Peneder mit einem erfolgsorientierten Entlohnungssystem, das die „Mitunternehmer“ am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beteiligt. Ebenso wurden bei Peneder Hierarchien überwunden und neue Organisationseinheiten geschaffen. „Diese Struktur macht uns extrem flexibel und schnell. Sie erfordert aber auch eigenverantwortlich agierende und unternehmerisch denkende Mitunternehmer. Die dynamische Entwicklung unseres Unternehmens zeigt, dass wir zum einen über Spitzenpersonal verfügen und zum anderen für unser weiteres Wachstum permanent neue dynamische Kräfte benötigen“, betont Firmenchef Christian Peneder.





