Chancen trotz Krise: Lieco ist auf Wachstum programmiert
St. Martin. Selten ist jemand so auf Langfristigkeit eingeschworen wie Dr. Kurt Ramskogler. Für den Geschäftsführer der auf die Produktion von Forstballenpflanzen spezialisierten Lieco GmbH & CoKG aus dem steirischen Kalwang haben Konjunkturzyklen wenig Bedeutung.„In den durchschnittlich zweieinhalb bis drei Jahren, in denen sich aus Pflanzensamen kleine Bäumchen entwickeln, ändern sich die Konjunkturprognosen so oft, dass diese für uns irrelevant sind.“ So hat Ramskogler unbeeindruckt von den Vorhersagen aller Auguren gemeinsam mit Peneder Bau in St. Martin/Innkreis eine Produktionsstätte mit beeindruckenden Dimensionen errichtet.
12,7 Hektar Grund hat Lieco in St Martin gepachtet, der überwiegende Teil davon steht seit März als Freifläche für die Pflanzenzucht zur Verfügung. Am restlichen Areal wurden neben einem 416 m2 großen Auslieferungslager auch Büro-, Technik- und Sozialräumlichkeiten mit einer Gesamtfläche von 650 m2 errichtet. Für die Wasserversorgung sorgt ein eigens angelegter Teich mit 26.000 m3 Fassungsvermögen.
Realisiert wurde das alles in Rekordzeit (August 08 bis März 09), denn sämtliche Anlagen mussten rechtzeitig zur Aussaat vor Frühlingsbeginn in Betrieb genommen werden. Immerhin sollen hier noch heuer 1,6 Millionen Pflanzen angeliefert und fertig produziert werden. Mit einer Jahreskapazität von 4,7 Mio. Pflanzen ist Lieco bereits jetzt Österreichs führender Forstpflanzenproduzent. Durch den Ausbau der Anlage am Unternehmenssitz in Kalwang und den Neubau in St. Martin soll sich diese Zahl im Laufe der nächsten Jahre nahezu verdoppeln.
Die grenznahe Produktionsstätte im Innkreis soll aber auch helfen, in Deutschland Wurzeln zu schlagen. „Unser eigenes Wachstum orientiert sich an der Entwicklung des Marktes,“ erklärt Geschäftsführer Ramskogler. „Stimmt die Nachfrage, werden wir in St. Martin noch ein Gewächshaus samt Produktionslinie errichten. Dabei setzen wir auch in Zukunft auf die bewährte Zusammenarbeit mit Peneder Bau.“ So ist der Forstwirt selbst im Schatten der Krise weiterhin auf Wachstum programmiert.

